Anwendungen
Produkte
Software
Wissen
Beginnen Sie mit der PrüfentscheidungNormen und Wissen
Unternehmen

Fachbeitrag aus der Kundenpraxis · EVCA Multi Mobile

Sieben Monate Ladeabbrüche. Ursache bei einem Vor-Ort-Termin gefunden.

Nach sieben Monaten mit Ladeabbrüchen nutzte ein EVSE-Team eine synchronisierte Aufzeichnung von Fahrzeug und Ladestation für die Precharge-Diagnose – die Ursache wurde bei einem Vor-Ort-Termin gefunden. Die Ingenieure des Herstellers passten die Regelparameter beim Vorladen an und prüften ihre Precharge-Korrektur anschließend am selben Ladepaar.

Den Diagnoseablauf nachvollziehenAlle Kundenberichte

Der Messbefund gab den Ingenieuren einen konkreten Ansatz.

Das Team nahm eine gezielte Korrektur vor und prüfte sie am realen EV/EVSE-Paar. Der folgende Ablauf zeigt die Untersuchung vom beobachteten Ladeabbruch bis zum erneuten Ladetest.

1 · Ausgangslage

Eine Fahrzeug-Ladestations-Paarung genauer untersuchen.

Ein EVSE-Hersteller (EVSE: Ladeeinrichtung für Elektrofahrzeuge bzw. Ladestation) untersuchte seit sieben Monaten Ladebeschwerden mit einem bestimmten Fahrzeug. Die Aufgabe war, das relevante Verhalten dieser realen Paarung zu bestimmen und den Ingenieuren des Kunden eine Grundlage für eine gezielte Korrektur zu geben.

Bei einem Vor-Ort-Termin schloss ein comemso-Produktspezialist das vorbereitete EVCA-Multi-Mobile-System an und zeichnete einen Ladeversuch auf. Kommunikation, Spannung und Strom wurden damit Teil derselben Untersuchung.

2 · Geprüfte Vermutung

Konnte das Kommunikationstiming den Ladeabbruch erklären?

Das Kommunikationstiming wurde als mögliche Ursache betrachtet. Im aufgezeichneten Ladeversuch war es unauffällig. Für diesen Versuch konnte der Spezialist die vermutete Ursache deshalb ausschließen und sich auf die elektrische Reaktion konzentrieren.

Dieser Befund gilt für die betrachtete Aufzeichnung. Er schließt Timingprobleme in anderen Ladevorgängen nicht aus.

3 · Entscheidende Beobachtung

Angeforderte Spannung und gemessene Precharge-Reaktion passten nicht zusammen.

In comframe verglich der Spezialist die vom Fahrzeug angeforderte Batteriespannung mit der gemessenen EVSE-Spannungsreaktion beim Vorladen, auch Precharge genannt. Das Vorladen bereitet die Spannung vor dem Schließen der Hauptleistungsverbindung vor. Anforderung und gemessene Reaktion stimmten nicht überein.

Die gemeinsame Betrachtung von Spannung, Strom und kommunizierten Werten zeigte den Zusammenhang zwischen der Fahrzeuganforderung und der Reaktion der Ladestation.

Die Aufzeichnung wurde von einem erfahrenen Produktspezialisten ausgewertet, der auch Produktschulungen durchführte.

4 · Prüfentscheidung

Die Ingenieure des Kunden passten die EVSE-Regelparameter an.

Der Messbefund lenkte die Korrektur auf die Precharge-Reaktion der Ladestation. Die Ingenieure des Kunden passten die EVSE-Regelparameter an und luden die geänderte Software.

Die genauen Parameterwerte werden im Kundenbericht nicht offengelegt. Dokumentiert sind der Ansatzpunkt der Korrektur und die anschließende Prüfung.

5 · Bestätigtes Ergebnis

Ein erneuter Ladetest bestätigte die Korrektur für diese Paarung.

Nach dem Laden der geänderten Software wiederholte das Team den Ladetest mit dem untersuchten Fahrzeug und der Ladestation. Dieser Wiederholungstest bestätigte die Korrektur für die konkrete Paarung.

Das Ergebnis ist ein Nachweis für das geprüfte EV/EVSE-Paar.

6 · Übertragbare Methode

Anforderung, Messwert und nächsten Zustand gemeinsam bewerten.

Bei der Prüfung der Ladeinteroperabilität ist entscheidend, ob das gemessene elektrische Verhalten im selben Versuch zur kommunizierten Anforderung passt. Eine gemeinsame Zeitleiste hilft Ingenieuren, diese Beobachtungen zu verbinden und die nächste Prüfung festzulegen.

In diesem Fall führte der Weg über die Aufzeichnung der realen Paarung, die Prüfung der Timingvermutung, den Spannungsvergleich und die Anpassung der Regelparameter zum erneuten Ladetest.

Was das zeigt: Das Ergebnis gilt für dieses Paar aus Fahrzeug und Ladestation; die Zeiten sind Schätzwerte, analysiert hat ein comemso-Spezialist.

Zum Termin gehörten Anschluss, Aufzeichnung, Analyse und Überprüfung.

Ungefähre, aus dem Termin erinnerte Zeitangaben
PhaseZeitEnthaltene Arbeiten
Vorbereitetes System anschließenBis zu 5 minLaptop-, Ethernet/CAN-, EV- und EVSE-Anschlüsse
Ladeversuch aufzeichnen1–2 minMessung der realen Paarung
Aufzeichnung auswertenEtwa 3 minMenschliche Analyse in comframe durch den Produktspezialisten
Regelparameter korrigierenEtwa 10 minSoftwareanpassung durch die Ingenieure des Kunden
Laden und überprüfenMehrere zusätzliche MinutenSoftwareübertragung und erneuter Ladetest

Ein Gerät, im Feld und im Labor.

Der Kunde erwarb EVCA Multi Mobile und eine kompakte bidirektionale DC-Quelle/-Last mit 3 kW. Derselbe Analysator unterstützt Feldmessungen und entsprechend konfigurierte EV-Simulationsaufgaben im Labor.

EVCA Multi Mobile und die kompakte externe DC-Quelle/-Last in einer Laborumgebung
EVCA Multi Mobile mit der externen DC-Quelle/-Last für das Labor.

Die Leistungsangabe von 3 kW gehört zu dieser externen Laborquelle/-last. Sie beschreibt nicht die Nennleistung jeder Multi-Mobile-Konfiguration für Feldmessungen. Spannung, Strom, Leistung und Einschaltdauer müssen gemeinsam betrachtet werden.

Quelle und Aussageumfang des Berichts

Quelle: von comemso bereitgestellter anonymisierter Kundenbericht. Die zugrunde liegenden Messdaten werden intern aufbewahrt und hier nicht veröffentlicht. Die genauen Parameterwerte werden nicht offengelegt.

Das Zusammenspiel von EV und EVSE gezielt prüfen.

Bestimmen Sie das Ladepaar, die benötigten Messungen und den Wiederholungstest, mit dem Sie das Ergebnis überprüfen.

EVCA Multi Mobile erkundenPrüfsystem findenDen Interoperabilitätsablauf ansehen

Beitrag teilen

LinkedIn