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Battery Cell Simulation im Detail: virtuelle Batterien für BMS-Tests
Prüfen Sie Ihr BMS mit virtueller Batterie: Die Battery Cell Simulation liefert kontrollierte elektrische Eingangssignale.
Ein Batteriemanagementsystem reagiert auf Zellspannung, Strom, Temperatur, Zeitverhalten und Kommunikation. Virtuelle Batteriezellen machen diese Eingangssignale, Grenzfälle und Fehler sicher, wiederholbar und automatisierbar – vom einzelnen Überwachungs-IC bis zum vollständigen Hochvolt-BMS-HiL.
- Wofür
- Ingenieure, die BMS-Tests mit virtuellen Batteriezellen planen.
- Was die Seite zeigt
- Wie Zellspannung, Strom, Temperatur und Fehler simuliert werden – für Konfigurationen von 12 bis 300 Zellen, je 0,1 bis 8 V, bis 1.500 V.
- Was sie nicht abdeckt
- Prüfungen, deren Anforderung von der echten Chemie abhängt, etwa Kapazität oder Alterung – dafür braucht es weiterhin echte Zellen oder Batteriepakete.
Mit der Entscheidungskette beginnen
Das BMS bewertet das gesamte Batteriesystem
Ein Batteriepack umfasst Zellen, Module sowie mehrere Überwachungs- und Steuerungsebenen. Cell Management Controller (CMCs), auch Cell Supervising Circuits (CSCs), überwachen einzelne Zellspannungen und Temperaturen. Die Battery Management Unit (BMU) im Batteriemanagementsystem (BMS) verbindet diese Messungen mit Packstrom, Spannung, Isolationsstatus und Schützzuständen, um den Betriebszustand zu bewerten, sicheren Betrieb zu unterstützen und zulässige Grenzen zu bestimmen.
Prüfen Sie die gesamte Kette, indem Sie die physischen Eingangssignale kontrollieren, die verteilten Messungen beobachten und die daraus resultierende BMS-Entscheidung überprüfen.
Drei vereinfachte Beispiele zeigen die Skalierung der Zellüberwachung von einem Batteriemodul bis zum BMS mit mehreren Modulen. Die Verbindungen zeigen funktionale Zusammenhänge, ohne eine physische Bustopologie oder ein Protokoll vorzugeben.



Die tatsächliche Umsetzung und Kommunikationstopologie können abweichen.
Verfolgen Sie die physischen Signale von Zellen und Sensoren über den CMC bis zur BMU und die Aufgaben der jeweiligen Ebene.



Virtuelle Batteriezellen
Wie Battery Cell Simulation wiederholbare BMS-Tests unterstützt
Echte Zellen sind für die Batteriecharakterisierung unverzichtbar. Für BMS-Grenz- und Fehlertests schafft eine virtuelle Zelle eine definierte elektrische Schnittstelle mit wiederholbaren und automatisierbaren Eingangssignalen. Damit lassen sich zustands-, alterungs- oder temperaturabhängige Szenarien kontrolliert prüfen, einschließlich gefährlicher Bedingungen, die mit echten Zellen schwer zu reproduzieren sind.
Passives und aktives Balancing
Den Strompfad zusammen mit dem Spannungssollwert nachbilden.
Zellunterschiede führen zu unterschiedlichen Ladezuständen innerhalb einer Reihenschaltung. Das BMS nutzt Balancing, um diese Zustände anzugleichen. Ein gültiger Test prüft Schwellen, Stromrichtung, Amplitude, Zeitverhalten, Abschlusskriterien und die Auswirkungen auf benachbarte Kanäle.






Schematische Beispiele mit Zellen gleicher Kapazität; die dargestellten SoC-Werte sind keine gemessene Produktleistung. Ordnen Sie bei einem BMS-Test Zelleinstellungen, Balancing-Strom und Diagnosereaktion zeitlich einander zu.
Integrierte Fehlersimulation
Den Fehler an derselben elektrischen Schnittstelle einprägen, die das BMS überwacht.
Fehlereinprägung nahe am einzelnen Zellkanal erhält den konfigurierten Spannungspfad und macht den Fehler einem definierten Eingang zuordenbar.

Bilden Sie eine unterbrochene Messleitung, ein Steckverbindungsproblem oder Materialermüdung nach und prüfen Sie Erkennung, Zeitverhalten, Fehlerspeicherung und Wiederherstellung.

Bilden Sie einen fehlerhaften Zellpfad oder Elektronikdefekt unter weiterhin kontrollierten und wiederholbaren Laborbedingungen nach.

Prüfen Sie Verkabelungs-, Montage- und Plausibilitätsdiagnosen mit einer definierten Verpolung am gewählten Kanal.

Kombinieren Sie Unterbrechungen oder Kurzschlüsse von Temperatursensoren mit der Beobachtung von Ruhe- und Leckstrom, sofern die gewählte Konfiguration dies unterstützt.
Entwicklungsprüfstand
Mit definierten, freigegebenen Prüfzuständen arbeiten.
Kompakte und rackbasierte Systeme können Zellsimulation, Fehlereinprägung und Steuerungsschnittstellen in derselben Prüfarchitektur vereinen. Die genauen Fehler, Strompfade und das Isolationskonzept bleiben konfigurationsabhängig.
Aktuelle BCS-Plattform ansehen
Präzision und Rückführbarkeit
Den elektrischen Ausgang prüfen, der das Batteriemodell umsetzt.
Viele Zellchemien besitzen über einen Teil des nutzbaren SoC-Bereichs eine vergleichsweise flache Spannungskurve. In diesem Bereich kann ein kleiner Spannungsfehler eine deutlich größere Unsicherheit im geschätzten Zustand verursachen. Die Präzision muss daher auch gelten, während der Kanal Balancing-Strom liefert oder aufnimmt, über die konfigurierte Reihenschaltung und über die vorgesehene Prüfdauer hinweg.
Aktueller Produktkontext. Die öffentliche Seite zum BMS-Prüfsystem beschreibt skalierbare Systeme mit 12 bis 300 Zellen, 0,1 bis 8 V pro Zelle und Systemspannungen bis 1.500 V. Strombereiche und Genauigkeit hängen von der gewählten BCS-Variante ab. Maßgeblich bleiben das freigegebene Angebot und die technische Spezifikation.

Strommessung
Balancing ist ein zeitabhängiger Vorgang.
Ruhestrom kann unerwünschten Verbrauch sichtbar machen, während das BMS inaktiv sein sollte. Leckstrom kann auf defekte Ausgänge oder fehlerhafte Softwaresteuerung hinweisen. Während des Balancings kann die Stromintegration zeigen, wie viel Ladung über ein definiertes Intervall übertragen wurde.

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1
Zellzustand einstellen
Definieren Sie vor dem Balancing-Befehl Spannung, Temperatur und Betriebsart.
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2
Strom erfassen
Messen Sie Richtung und Betrag mit dem Bereich und der Auflösung, die der Prüfling (DUT) erfordert.
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3
Über die Zeit integrieren
Die optionale Ladungsmessung wandelt wiederholte Abtastwerte in übertragene Ladung um.
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4
Entscheidung überprüfen
Vergleichen Sie BMS-Befehl, tatsächlichen Pfad, Schwellen und abschließenden Diagnosezustand.
Thermische Eingangssignale und Umgebung
Temperatur ist ein Steuereingang, ein Plausibilitätssignal und eine Sicherheitsgrenze.
Das BMS nutzt Zell- und Packtemperaturen, um Laden und Entladen zu begrenzen, die Kühlung zu koordinieren und unsichere Zustände zu erkennen. Galvanisch getrennte NTC- und PTC-Emulation ersetzt den physischen Sensor durch einen programmierbaren Widerstandspfad und ermöglicht Sensorfehler, die sich an einem realen Batteriepack nur schwer sicher nachbilden ließen.
Führen Sie einzelne Kanäle oder Gruppen durch definierte Temperaturen und Gradienten und beobachten Sie dabei Grenzwerte und Leistungsreduzierung.
Prüfen Sie Sensordiagnose, Ersatzwerte, Zeitverhalten, Fehlerspeicherung und Wiederherstellung nach einem definierten elektrischen Fehler.
Kombinieren Sie Signalsimulation mit Klimakammern und bei Bedarf mit Multiplexing für wiederholte Prüfungen verschiedener Prüflinge und Temperaturen.
Automatisierung und Batteriemodelle
Statische Werte für Schwellen und Modelle im geschlossenen Regelkreis für Verhalten nutzen.
Eine BMS-Prüfstrategie nutzt üblicherweise beides. Deterministische statische Abläufe machen Genauigkeit, Grenzen und Fehlerreaktionen sichtbar. Dynamische Batteriemodelle verändern Zellwerte abhängig von SoC, SoH, Strom, Temperatur und BMS-Aktionen, sodass Algorithmen im geschlossenen Regelkreis bewertet werden können.
- Konfigurieren
Legen Sie Zellzahl, Grenzwerte, Anfangszustände, Sensoren, Fehler und Prüflingskennung fest.
- Anschließen
Nutzen Sie die freigegebene CAN-, Ethernet- oder EtherCAT-Schnittstelle und die erforderliche Echtzeitumgebung.
- Ausführen
Führen Sie statische Abläufe, Parametervariationen, dynamische Modelle und Fehlerkampagnen aus.
- Aufbewahren
Bewahren Sie Modell, Konfiguration, Messungen, Ereignisse und Ergebnis unter einer gemeinsamen Prüfkennung auf.
Den BMS-Prüfstand auslegen
Die elektrische Schnittstelle vor der Rack-Auswahl spezifizieren.
Ein modulares BMS-HiL (Hardware-in-the-Loop) kann mit wenigen Kanälen beginnen und zu einer vollständigen Hochvolt-Reihenschaltung wachsen.

Überwachungs-IC, AFE (analoge Messvorstufe), CMC, zentrales BMS, vollständiges Pack-Steuergerät oder integrierte Fahrzeugfunktion.
Kanalzahl, Spannungsfenster, Spannung der Reihenschaltung, Isolationskonzept und Steckverbindertopologie.
Passives oder aktives Verhalten, Quellen- und Senkenstrom, Kleinstrommessung und optionale Ladungsintegration.
NTC- oder PTC-Kanäle, Packstrom, Isolation, Leitungsunterbrechung, Kurzschluss, Verpolung und projektspezifische Ein-/Ausgänge.
Statische Abläufe, Modelle im geschlossenen Regelkreis, Zykluszeit, CAN, Ethernet, EtherCAT, MATLAB/Simulink und Berichterstellung.
Entwicklung, Validierung, Dauerprüfung, Klima, Produktion, End-of-Line (EOL), Wartung, Kalibrierung und spätere Erweiterung.
Vom elektrischen Kanal zum sicheren Prüflingszugang
Den physischen Zugang als Teil des Fehlerinjektionsaufbaus kontrollieren.
In einem rackbasierten BMS-HiL können BMS und CMUs auf einer Gewinderasterplatte in einem verriegelten Seitengehäuse montiert werden. Beim Öffnen seiner Tür oder einer integrierten Prüflingsschublade wird die Freigabekette unterbrochen, der gesamte Aufbau abgeschaltet und die BCS-Ausgänge spannungsfrei geschaltet.
Die Sicherheitskette auf einen Blick
- Prüfling auf einer Gewinderasterplatte montiert
- Zugangstür mit der BMS-HiL-Verriegelung gekoppelt
- Türöffnung löst die Systemabschaltung aus
- BCS-Ausgänge werden spannungsfrei
- Dasselbe Prinzip für integrierte Prüflingsschubladen verfügbar
Grenze der Auslegung: Das fertige Schutzkonzept wird durch das gelieferte System, den Prüfling, die Schnittstellen und die projektspezifische Risikobeurteilung bestimmt.
Über das einzelne BMS hinaus
Batterieentscheidungen mit der darauf angewiesenen Anwendung verbinden.
In einem Elektrofahrzeug tauscht das BMS Grenzwerte und Zustandsinformationen mit der Fahrzeugsteuerung, dem OBC (Onboard-Ladegerät) und dem EVCC (fahrzeugseitiges Lade-Kommunikationssteuergerät) aus. Ein integrierter Prüfstand kann virtuelles Batterieverhalten mit Ladesimulation verbinden, um zu prüfen, wie sich ein Zellzustand auf die Ladekommunikation und Aktionen auf Fahrzeugebene auswirkt.
Warum das wichtig ist: Eine kritische Zelle zu erkennen ist nur die halbe Sicherheitskette. Überhitzt oder überlädt eine Zelle beim Laden, muss der Stopp vom BMS über Fahrzeugsteuerung und EVCC weitergehen – beim AC-Laden zum OBC, beim DC-Laden zur Ladestation –, bevor das BMS Gegenmaßnahmen einleiten kann, ohne die Zellen weiter zu belasten. Etwa jeder sechste Brand eines Elektroautos beginnt beim Laden; in Südkorea waren es 17,2 % von 238 Bränden zwischen 2016 und 2024 (Daten der nationalen Feuerwehrbehörde).

Die Validierungsstrategie vom Überwachungs-IC bis zur vollständigen Batterieanwendung aufbauen.
Integriertes HiLPrüfen, ob eine kritische Zelle den Ladevorgang wirklich beendet – über EVCC, OBC und Ladestation.
Die aktuelle modulare BCS-Plattform und den freigegebenen Konfigurationsrahmen prüfen.
Ergänzen Sie Kommunikationssimulation für Elektrofahrzeuge oder EVSE (Ladestationen) und synchronisierte Ladenachweise.
Quellen- und Produktstand
Den Leitfaden für die Methode nutzen. Den aktuellen Freigabestand für die Spezifikation nutzen.
Basierend auf dem comemso-Fachartikel zu virtuellen Batteriezellen. Prüfen Sie die aktuelle BCS-Spezifikation, das Angebot und die freigegebene Dokumentation auf Produktgrenzen, Optionen und Schnittstellen.
Offizieller Artikel zu Überwachung, Balancing, virtuellen Zellen, Fehlern, Präzision, thermischen Signalen und Automatisierung.
Aktueller öffentlich beschriebener BCS-Systembereich, Schnittstellen und konfigurierbare Funktionen.
Automatisierter Ablauf für Justierung und Kalibrierung geeigneter Battery Cell Simulator-Systeme.
Aktuelle Produktübersicht 2026. Für das gewählte System bleiben Angebot und freigegebene Spezifikation maßgeblich.
FAQ
Battery Cell Simulation mit präzise definiertem Umfang.
Was ist eine virtuelle Batteriezelle?
Sie ist ein elektrisch geregelter Kanal, der die Spannung und das relevante Quellen- oder Senkenverhalten an einem BMS-Zelleingang nachbildet. Je nach konfiguriertem System lässt sie sich mit Strommessung, Temperatursensoremulation und Fehlereinprägung auf Zellebene kombinieren.
Warum nicht für jeden BMS-Test echte Batteriezellen verwenden?
Echte Zellen werden für die elektrochemische Charakterisierung benötigt. Viele BMS-Grenz- und Fehlerszenarien sind jedoch gefährlich, langsam, zustandsabhängig oder schwer zu reproduzieren. Virtuelle Zellen machen diese elektrischen Eingangssignale deterministisch und automatisierbar.
Kann dasselbe System passives und aktives Balancing testen?
Ja, wenn die gewählte BCS-Variante die erforderlichen Senken- und Quellenstrombereiche bereitstellt. Beim passiven Balancing liefert der simulierte Zellkanal Strom an den Entladewiderstand des BMS. Tests des aktiven Balancings können je nach Energieübertragungspfad Quellen- und Senkenbetrieb erfordern. Der gelieferte Strombereich ist konfigurationsabhängig.
Welche Zellfehler lassen sich simulieren?
Veröffentlichte Konfigurationen können Unterbrechungen, Kurzschlüsse und Verpolung umfassen. Sensorfehler, Isolationsfunktionen und zusätzliche Ein-/Ausgänge hängen von der gewählten Hardware und dem Projektumfang ab.
Warum ist die Präzision der Zellspannung so wichtig?
Der Zusammenhang zwischen Spannung und SoC kann über einen Teil des nutzbaren Bereichs vergleichsweise flach sein. Ein kleiner Spannungsfehler kann daher das untersuchte Schwellen- oder Schätzverhalten des BMS verdecken. Die Genauigkeit muss auch unter Balancing-Strom und über die gesamte konfigurierte Reihenschaltung gelten.
Wozu dient die Ladungsmessung?
Sie integriert den gemessenen Strom über die Zeit und bestimmt damit die beim Balancing übertragene Ladung. Bewerten Sie diese Menge zusammen mit den momentanen Strommesswerten. Verfügbarkeit, Zeitverhalten und Bereich hängen von der gewählten BCS-Option ab.
Batteriesimulator, Batterieemulator oder Batteriezellensimulator?
Der Begriff Batteriesimulator kann unterschiedliche elektrische Schnittstellen bezeichnen. Ein Batterieemulator kann die Packanschlüsse als steuerbare Quelle oder Last nachbilden; ein Batteriezellensimulator bildet einzelne Zelleingänge des BMS nach. Wählen Sie die Schnittstelle anhand des Prüflings. Eine Leistungsprüfung an Ladegerät oder Wechselrichter braucht einen anderen Aufbau als die Validierung der Zellüberwachung.
Bei Battery Cell Simulation machen einzelne Kanäle Zellabweichungen und unterstützte Kanalfehler kontrollierbar. Je nach Konfiguration kommen Sensorsignale und Schnittstellen hinzu. Legen Sie fest, welche Eingänge das BMS tatsächlich sieht und welche Signale ein anderer Teil des Prüfstands liefert. Eine virtuelle Batterie ist die vereinbarte Testdarstellung, keine vollständige Nachbildung aller physikalischen Batterieeigenschaften.
Benennen Sie beim Batteriesimulator Zell- oder Packebene, elektrische Bereiche, benötigte Stromrichtung, Sensoranbindung und Modellkopplung. Ein Batterieemulator auf Packebene liefert nicht automatisch jede Zellverbindung. Ein Aufbau auf Zellebene stellt umgekehrt nicht automatisch die Leistung für eine HV-Last bereit. Diese Unterscheidung verhindert eine unpassende Geräteauswahl.
BMS-Simulation mit virtuellen Batterien
BMS-Simulation verbindet kontrollierte elektrische Eingänge mit dem zu untersuchenden Verhalten. Definieren Sie Zellzustände, Sensorwerte, BMS-Betriebsmodus und Kommunikationsstatus zu Beginn. Eine statische virtuelle Batterie eignet sich für Schwellwerte oder einen einzelnen Fehler. Ein Batteriemodell eignet sich, wenn der nächste Zellzustand von der gemessenen BMS-Reaktion abhängen soll.
Bei BMS-Simulation im geschlossenen Regelkreis bestimmen Sie, welche Komponente den Zeitfortschritt steuert und welche Schnittstelle Modellwerte überträgt. Erfassen Sie Modellausgang, tatsächlichen elektrischen Ausgang und BMS-Rückmeldung getrennt. Latenz, Aktualisierungsrate und Skalierung gehören in die Prüfdefinition. Ein korrekter Modellwert beweist nicht, dass das entsprechende Signal am BMS-Anschluss angekommen ist.
Mit Battery Cell Simulation wiederholen Sie denselben Fall vor und nach einer Korrektur. Modell, Ausgangswerte und aktivierte Fehler bleiben dabei gleich. Halten Sie fest, welche Batterieeigenschaften das Modell darstellt. BMS-Simulation liefert einen nachvollziehbaren Vergleich, wenn Eingang, physikalischer Messwert und BMS-Entscheidung eindeutig miteinander verbunden sind.
Coulomb-Zählung: Prinzip der Strommessung
Coulomb-Zählung bestimmt die Ladungsänderung durch zeitliche Integration des Stroms. Das Ergebnis hängt von Stromrichtung, Messoffset, Abtastintervall und anfänglicher Ladungsschätzung ab. Ein dauerhafter kleiner Offset summiert sich zu einem Ladungsfehler. Eine reine Spannungsschwellenprüfung zeigt deshalb nicht, ob Strommessung und Integration im BMS richtig zusammenarbeiten.
Für Battery Cell Simulation legen Sie fest, wie das BMS die Packstrominformation erhält: über einen realen Sensor, eine konfigurierte Sensoremulation oder einen anderen Prüfstandsteil. Prüfen Sie reproduzierbare Lade- und Entladesequenzen sowie ein Nullstromintervall. Vergleichen Sie die gemeldete Änderung mit einer unabhängig definierten Strom-Zeit-Referenz.
Dokumentieren Sie Zeitstempel, Skalierung, Rücksetzbedingungen und Integrationsfenster. Prüfen Sie Richtungswechsel und den Ausfall eines Messwerts. Virtuelle Batterie und Packstromsignal müssen dieselbe Situation beschreiben. Die Zellsimulation allein stellt keine kalibrierte Stromreferenz bereit; die zugehörige Messkette braucht eine eigene Prüfung.
Battery Cell Simulation in der EMV-Kammer
Eine EMV-Prüfung braucht vor der Beaufschlagung einen definierten elektrischen Aufbau. Bestimmen Sie Komponenten innerhalb der Kammer, Zell- und Sensorverbindungen zum Prüfling und die Kommunikationspfade über die Kammergrenze. Battery Cell Simulation soll den Betriebszustand nachbilden, ohne eine unkontrollierte Leitung oder ein externes Instrument zum Störungspfad zu machen.
Prüfen Sie zunächst ohne Beaufschlagung Kanalwerte, Kommunikation und erwarteten BMS-Zustand. Wiederholen Sie den Ablauf während der vorgesehenen Beaufschlagung und erhalten Sie den zeitlichen Zusammenhang zur BMS-Reaktion. Trennen Sie einen Prüflingsfehler von einer unterbrochenen Steuerverbindung oder einem ungültigen Simulatorausgang. Eine virtuelle Batterie verhindert keine Aufbaufehler.
Zulässige Umgebung und Anschlussführung ergeben sich aus Geräteauswahl und Prüfplan. Stimmen Sie geeignete Komponenten und Leitungsführung vor dem Kammeraufbau ab. Wiederholen Sie danach den Ausgangstest und prüfen Sie den aufgezeichneten Systemstatus. Das Ziel ist ein reproduzierbarer BMS-Betriebszustand; nicht jede Konfiguration eignet sich automatisch für jede EMV-Prüfung.
Kalibrierung und Feinabgleich der simulierten Zellschnittstelle
Kalibrierung vergleicht den tatsächlichen elektrischen Ausgang unter definierten Bedingungen mit einer geeigneten rückführbaren Referenz. Sie unterscheidet sich vom Geräteabgleich und vom Nachweis eines korrekten BMS-Algorithmus. Für Battery Cell Simulation legen Sie Kanäle, Bereiche, Messpunkte und Betriebsbedingungen fest. Berücksichtigen Sie Belastung und Balancing, soweit sie für die Anwendung relevant sind.
Prüfen Sie die Messkette an der für das BMS maßgeblichen Anschlussstelle. Leitungen, Kontaktwiderstand, Temperatur und Referenzunsicherheit können das Ergebnis beeinflussen. Halten Sie Sollwert, Referenzmessung, Abweichung und Messunsicherheit fest. Eine virtuelle Batterie kann im Modell exakt sein, während der physikalische Ausgang vom beabsichtigten Wert abweicht.
SmartCal unterstützt den Kalibrierablauf geeigneter Battery-Cell-Simulator-Konfigurationen. Prüfen Sie Freigabeumfang und Referenzaufbau, bevor Sie automatische Kanalprüfungen planen. Nach einem Abgleich folgt eine erneute Verifikation; der Nachweis bleibt mit dem Systemstand verbunden. Zellkanal-Kalibrierung ersetzt nicht die Kalibrierung eines separaten Batteriesimulators auf Packebene oder einer Stromsensormesskette.
Integrierte Schnittstellentests am BMS-Prüfstand
Ein BMS-Prüfstand zeichnet Stimulation und Reaktion zusammen auf. Definieren Sie Zellkanäle, Sensoranschlüsse und benötigte Kommunikationsschnittstellen. Halten Sie Einheiten, Kanalzuordnung und die für die Bewertung verwendeten BMS-Nachrichten fest. Battery Cell Simulation liefert einen Teil des Aufbaus; Steuerung, Modell und Datenerfassung ergänzen die Prüfumgebung.
Beginnen Sie mit Anschlussprüfung und Normalzustand, bevor Sie einen Fehler einprägen. Erfassen Sie Kanalzustand, BMS-Entscheidung und relevante Kommunikation mit dokumentiertem Zeitbezug. Bei einem Schnittstellenausfall klären Sie, ob das BMS den erwarteten Zustand erreicht oder der Prüfstand seine Steuerverbindung verloren hat. Der Aufbauzustand gehört ins Ergebnis.
Für automatische Prüfungen speichern Sie Fallkennung, Konfiguration, Firmware und Bewertungskriterien mit jedem Lauf. Definieren Sie Endereignis und Behandlung eines ungültigen Aufbaus. Wiederholen Sie nach einer Korrektur dieselben Bedingungen der virtuellen Batterie. Schnittstellenintegration verbessert die Reproduzierbarkeit, wenn Steuerung, Messung und Bewertung jeweils eine klare Aufgabe haben.
BMS-Prüfaufbau mit dem passenden Zellsimulator planen
Prüfplanung für BMS-Steuergeräte
Spezifizieren Sie das BMS, die emulierten Zell- und Sensorkanäle, die kontrollierten Fehler und die erforderlichen Aufzeichnungen.
