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EMC Link in einer EMV-Prüfkammer

Optische Ladeschnittstelle für EMV-Prüfungen

EMV-Prüfung bei aktivem Ladevorgang – der Ladepartner bleibt außerhalb der Kammer.

Bei aktivem Ladevorgang überträgt EMC Link die Ladesignale per Lichtwellenleiter zwischen dem Prüfling in der EMV-Kammer und seinem simulierten Ladepartner, der außerhalb bleibt – statt Kupfer-Signalleitungen durch die Kammerwand.1

Ausgelegt für EMV-Prüfaufbauten nach IEC 61851-21-1, IEC 61851-21-2 und UN-Regelung Nr. 10.

Das Wichtigste in 30 Sekunden
Wofür
EMV-Labore und Prüfteams, die einen Ladevorgang in der Kammer aufrechterhalten müssen.
Was es kann
Überträgt die Ladesignale per Lichtwellenleiter zum simulierten Partner draußen; die kammerseitige Einheit läuft an einer gefilterten 12-V-DC-Versorgung.
Wofür nicht
Protokollprüfungen ohne EMV-Kammer – dafür gibt es EVCA ComOnly.
  • Optische Ladekommunikation
  • Reale oder simulierte Ladepartner
  • Prüftechnik außerhalb der Kammer

Ladefehler, die nur unter EMV-Belastung auftreten, bleiben unsichtbar, wenn bei geschlossener Kammer kein Ladevorgang läuft.

Aufbau und Einsatzfälle

Prüfling in der Kammer, Simulation und Analyse außerhalb

Kammerseitige und externe Einheit passen zum Prüfling (DUT) und seiner Ladegegenstelle.

In der Kammer

Prüfling und kompakte EMC-Link-Einheit; die kammerseitige Einheit erhält eine gefilterte 12-V-DC-Versorgung.

Optische Verbindung

Zwei Lichtwellenleiter verbinden die kammerseitige und die externe Einheit.

Außerhalb der Kammer

Die externe Einheit verbindet sich mit der simulierten Ladegegenstelle. Eine kompatible EVCA/comframe-Konfiguration übernimmt Simulation, Bedienung und Auswertung.

Konfigurierter Signalumfang

Signalpfade für Ihre Ladeschnittstelle auswählen.

Die Signalpfade passen zur Ladetechnologie und zu den freigegebenen Modulen Ihres Prüfaufbaus.

PLC-Kommunikation

Übergeordnete Powerline-Kommunikation für die jeweils unterstützten Ladetechnologien.

Low-Level-Ladesignale

CP/PP, CS1/CS2, CC1/CC2, CE/ID und Temperatur entsprechend der gewählten Konfiguration.

Hilfssignale

Relaiskontakt zur digitalen Steuerung der gegenüberliegenden 12-V-Hilfsumgebung1.

CAN und Ethernet

Ergänzende Datenpfade für die gewählte Prüfarchitektur.

Zusammenspiel der Komponenten im Prüfaufbau

Optische Signalübertragung
EMC Link und die gewählten Module übertragen die freigegebenen Signalpfade transparent.
Simulation und Auswertung
Das angeschlossene Testsystem übernimmt Simulation, Protokolldekodierung, Manipulation, Aufzeichnung und Automatisierung. Eine kompatible EVCA/comframe-Konfiguration stellt diese Funktionen bereit, wenn sie Teil des Aufbaus ist.
Ladeleistung und Sicherheit
Externe Quellen, Lasten und Laborinfrastruktur übernehmen Leistungswandlung, Ladeleistung, Kühlung und Sicherheitsfunktionen. EMC Link überträgt keine Ladeleistung.
EMV-Messung und Bewertung
Das Labor verantwortet Anregung, Messgeräte, Grenzwerte und Bewertung gemäß dem vereinbarten Prüfplan. EMC Link erzeugt kein EMV-Konformitätsurteil.
EMC Link auf einem Arbeitstisch in der Kammer
EMC Link in der eigenen EMV-Kammer von comemso. Messumfang und Grenzen der Kammer.

Technologiespezifische Module

Wählen Sie die Ladetechnologie und passende Module.

Module, Steckverbinder und Softwarekompatibilität werden für die vereinbarte Konfiguration festgelegt. Die softwaregesteuerte Auswahl arbeitet innerhalb des unterstützten Umfangs.

AC

Control-Pilot- und Proximity-Pfade für das Ladezustandsverhalten.

CCS

Combo 1 und Combo 2 mit den konfigurierten Low-Level-Pfaden und PLC-Kommunikation.

NACS

Konfigurierte Ladesignalpfade und PLC-Kommunikation.

CHAdeMO

Technologiespezifische Low-Level-Signale und CAN-Kommunikation.

GB/T DC

CC1/CC2, CAN und die konfigurierten Schnittstellensignale.

Normen und Prüfumfang

Definieren Sie die geltenden EMV-Prüfanforderungen.

Norm und Betriebsbedingungen richten sich nach dem Prüfling. Die veröffentlichte Ausgabe und der Prüfplan des Labors legen das Verfahren fest.

IEC 61851-21-1

Fahrzeug und Onboard-Ladegerät

EMV-Anforderungen an fahrzeugseitige Ladeeinheiten, geprüft am vollständigen Fahrzeug oder als elektronische Unterbaugruppe im jeweiligen Anwendungsbereich.

IEC 61851-21-2

Externe Ladeeinrichtungen

EMV-Anforderungen an externe Ladesysteme für Elektrofahrzeuge und ihre maßgeblichen Betriebsarten.

UN R10 / ECE R10

Fahrzeuggenehmigung

Änderungsserie, Anhang, aktiven Ladezustand und erforderliche Laborgeometrie im Genehmigungsplan festlegen.

IEC 61000-3

Oberschwingungen und Flicker

Separate Netz- und Messgeräte bewerten das Verhalten am Wechselstromnetz. EMC Link erhält den konfigurierten Kommunikationspfad.

Auswahl und Installation

EMC Link für Ihren Prüfaufbau konfigurieren.

Wann benötige ich EVCA?

Nutzen Sie eine kompatible EVCA/comframe-Konfiguration, um die Ladegegenstelle zu simulieren, Protokolle auszuwerten, Ergebnisse aufzuzeichnen oder die Steuerung gemäß den Prüfanforderungen zu automatisieren. EMC Link verbindet die Signalpfade optisch; das angeschlossene Testsystem übernimmt Simulation und Auswertung.

Was muss für die Kammerinstallation vorgesehen werden?

Planen Sie zwei Lichtwellenleiter, passende Durchführungen und eine gefilterte 12-V-DC-Versorgung für die kammerseitige Einheit ein. Das Labor definiert Leitungsführung, Filterung, externe Leistungsversorgung und Sicherheitsintegration für den freigegebenen Aufbau.

Sind alle Ladetechnologien in einer Grundkonfiguration enthalten?

Die enthaltenen Technologiepfade hängen von den gewählten Modulen, Steckverbindern und der kompatiblen Software ab. MCS hat einen eigenen Produkt- und Konfigurationspfad.

Mehr zum Thema

Praxisbeispiele und Fachwissen

Kundenprojekte, Erfolgsgeschichten und Fachartikel zu diesem Thema.

Prüfaufbau konfigurieren

EMC Link anhand dieser fünf Angaben zum Prüfaufbau konfigurieren.

  1. Prüfling, Norm und Betriebsbedingung

    Beschreiben Sie das zu prüfende Fahrzeug, OBC, die Ladebuchse, das Steuergerät, die EVSE oder das Modul. Legen Sie die maßgebliche Normausgabe und Prüfbetriebsart fest.

  2. Ladegegenpart

    Wählen Sie EVSE-Simulation für einen fahrzeugseitigen Prüfling oder EV-Simulation für einen ladestationsseitigen Prüfling.

  3. Technologie und Signalumfang

    Benennen Sie die Steckverbinderfamilie und die benötigten PLC-, Low-Level-, CAN-, Ethernet-, Temperatur- und Hilfssignalpfade.

  4. Kammerintegration

    EMV- oder Klimakammer, Lichtwellenleiterführung, Durchführungen, gefilterte 12-V-Versorgung, Netznachbildung/AAN, Kabelbaumgeometrie, externe Leistung und Sicherheit.

  5. Ergebnisse und Software

    Legen Sie kompatible Testsystemfunktionen für Aufzeichnung, Analyse, Steuerung und Berichte fest, einschließlich EVCA/comframe bei entsprechender Konfiguration.

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¹ Umfang

Funktionen, Ladenormen, Schnittstellen, Leistung und Prüfbibliotheken hängen vom EVCA-System, vom Softwarestand und von Ihrer Projektkonfiguration ab. Die automatisierte Normanalyse unterstützt die formale Konformitätsprüfung, ersetzt sie aber nicht. Das Angebot bestätigt den Umfang für Ihr Projekt.