
EVSE-Kalibrierung und gesetzliches Messwesen
EVSE-Kalibrierung und Überprüfung der Energiemessung
Vergleichen Sie die von einer Ladestation erfasste Energie mit einer rückführbaren Referenz. Regeln Sie die Last, messen Sie die Abweichung und dokumentieren Sie das Ergebnis.
Energiemessung am Ladepunkt
Messen Sie die Energie, die Ihr Kunde erhält.

Eine Ladestation kann einen Ladevorgang erfolgreich abschließen und die abgegebene Energie dennoch falsch erfassen. Die Kalibrierung vergleicht ihren Energiemesswert an definierten Betriebspunkten mit einer rückführbaren Referenz. Das Ergebnis verknüpft die Abweichung mit den Bedingungen, unter denen sie gemessen wurde.
Kontrollierte Betriebspunkte
Legen Sie Spannung, Strom und Haltezeit so fest, dass sich dieselbe Messung nach einer Justierung, Reparatur oder Softwareänderung wiederholen lässt.
Der installierte Ladepfad
Messen Sie am Ladeanschluss bei realem Energiefluss. So werden der Kabelpfad und die während des Ladevorgangs auftretenden Einflüsse einbezogen.
Vergleichbare Ergebnisse
Zeichnen Sie Stations- und Referenzwerte gemeinsam auf. Eine dokumentierte Messkampagne erleichtert die Bewertung von Unterschieden zwischen Stationen und wiederholten Prüfungen.
Mehr als ein einzelner Leistungskennwert
Decken Sie die entscheidenden Kombinationen aus Spannung und Strom ab.
Prüfen Sie in den relevanten Ladebereichen für 400 V und 800 V sowie an den Grenzen des Betriebsbereichs der Station. Eine nominelle Leistungsangabe allein zeigt nicht, ob eine Kalibrierlast jeden erforderlichen Punkt erreichen kann.
| Beispielbetriebspunkt | Was er zeigt |
|---|---|
| 150 V × 500 A = 75 kW | Ein anspruchsvoller Hochstrompunkt bei niedriger Spannung. Die Last muss den Strom erreichen, obwohl die Gesamtleistung unter ihrer angegebenen Maximalleistung liegt. |
| 1.000 V × 10 A = 10 kW | Ein Hochspannungspunkt bei niedrigem Strom. Hier sind eine stabile Regelung und ein geeigneter Referenzmessbereich entscheidend. |
Richten Sie die Messkampagne nach dem unterstützten Bereich der Station und dem anwendbaren Verfahren aus.
Vorbereiten. Messen. Berichten.
Bringen Sie eine wiederholbare Messkampagne vom Büro an die Station.
- Messkampagne vorbereiten. Legen Sie in comframe Betriebspunkte, Haltezeiten und die für den Bericht benötigten Angaben fest.
- An der Station anschließen. Stellen Sie die Ladekommunikation her und schließen Sie Referenzmessung und geregelte Last an.
- Durchführen und auswerten. Verfolgen Sie während der Messung Spannung und Strom und vergleichen Sie den Energiewert der Station mit der Referenz.
- Ergebnis sichern. Speichern Sie Messwerte und Kampagnendaten und bereiten Sie den Messbericht für die Prüfung vor.

Kalibrierung mit geregelter realer Last
Messen Sie den vollständigen Ladevorgang mit einer geregelten realen Last.
Bei Prüfungen mit realer Last arbeitet die Ladestation während einer tatsächlichen Energieübertragung. Referenz und Stationszähler erfassen denselben Ladevorgang einschließlich des gewählten Betriebspunkts und des installierten Messpfads. Easy Chester Calimera stellt eine geregelte Last für wiederholbare Messungen an installierten Stationen bereit.
Laststabilität, Ladekommunikation und thermisches Verhalten werden damit Teil der Messbedingungen. Planen Sie Spannung, Strom, Dauer und Synchronisierung entsprechend dem anwendbaren Überprüfungsverfahren.
Kompakte Aufbauten am Zählerstromkreis haben eine engere Prüfgrenze: Das Anregen ausgewählter Bedingungen bildet die vollständige Station unter Ladelast nicht nach. Die gewählte Methode muss deshalb zum erforderlichen EVSE-Prüfumfang passen.
Kalibrierung mit realer Last und Grenzen des Messumfangs verstehen →
Anforderungen und Produktfunktionen
Ein praktikabler Weg von der Anforderung zur Messung.
Wir konfigurieren das Prüfsystem passend zu den Betriebspunkten, Ladeschnittstellen und Messaufzeichnungen, die Ihre Aufgabe erfordert.
| Referenz | Behandelter Umfang | Wie Calimera die Arbeit unterstützt |
|---|---|---|
| VDE-AR-E 2418-3-100 | Messsysteme für das AC- und DC-Laden im deutschen gesetzlichen Messwesen. | Kontrollierter Energievergleich und dokumentierte Messkampagnen. |
| OIML G 22:2022 | Internationale Leitlinie für messtechnische Anforderungen und Prüfungen an Ladestationen. | Wiederholbare Last und Referenzmessung für die gewählten Prüfpunkte. |
| NIST Handbook 44, § 3.40 (2026) | EVSE-Prüfverfahren mit getrennten Methoden für die DC-Bauartbewertung und die Überprüfung im Feld. | Konfigurierbare Ladebedingungen und aufgezeichnete Stations- und Referenzwerte. |
| GM-P 6.8 Elektromobilität (20. Februar 2026) | Deutsche Verfahren für die Eichung und Befundprüfung von EVSE-Messsystemen. | Reproduzierbare Prüfbedingungen und dokumentierte Referenzvergleiche für das anwendbare Verfahren und die gewählte Konfiguration. |
Eine Kalibrierung liefert ein Messergebnis. Die formale Eichung folgt dem anwendbaren nationalen Verfahren und den erforderlichen Befugnissen.
Easy Chester Calimera
Bringen Sie das Kalibriersystem zur Station.
Calimera verbindet Ladekommunikation, Referenzmessung, geregelte Last und comframe in einem mobilen Aufbau. Bereiten Sie die Messkampagne einmal vor und bringen Sie die Messausrüstung zur installierten Ladestation.
Eine 150-kW-Konfiguration unterstützt Spannungen bis 1.000 V und Ströme bis 500 A; Erweiterungen für höhere Leistungen vergrößern den verfügbaren Prüfbereich. Spannungs-, Strom- und Leistungsgrenzen gelten gemeinsam: Diese Maxima stehen nicht an jedem Betriebspunkt gleichzeitig zur Verfügung.
Unsere Kalibriererfahrung stammt auch aus dem Labor der comemso eMobility Services GmbH. Dessen veröffentlichte Akkreditierungsunterlagen nach ISO/IEC 17025 beschreiben den akkreditierten Umfang. Laborakkreditierung ansehen.
Easy Chester Calimera erkunden
Fragen aus der Praxis
EVSE-Kalibrierung: Was Kunden fragen.
Warum eine geregelte Last statt eines Fahrzeugs verwenden?
Ein normales Elektrofahrzeug steuert seinen Ladebedarf anhand von Batteriezustand, Temperatur und Ladekurve. Mit Fahrzeug und Adapter können Sie nicht alle für eine vollständige metrologische Prüfung erforderlichen Spannungs- und Strombetriebspunkte frei wählen und zuverlässig wiederholen. Eine geregelte Last macht diese Betriebspunkte innerhalb des konfigurierten Prüfbereichs reproduzierbar.
Die PTB-Präsentation erläutert diese Einschränkung und stellt fest: „Benötigen ein voll-ausgestattetes Labor an der Ladeeinrichtung“.
Die zulässige Methode hängt von der Aufgabe ab: Kalibrierung, Eichung und Befundprüfung verfolgen unterschiedliche Zwecke. GM-P 6.8 sieht den verfahrensspezifischen Fahrzeugeinsatz für eine Befundprüfung vor; dies ist kein allgemeines Verbot fahrzeugbasierter Prüfungen. Das geltende Verfahren bestimmt die erforderlichen Prüfpunkte und etwaige zulässige Ausnahmen.
Belegt ein erfolgreicher Ladevorgang die Genauigkeit der Energiemessung?
Nein. Ladefunktion und Genauigkeit der Energiemessung beantworten unterschiedliche Fragen. Bei der Kalibrierung wird die erfasste Energie unter bekannten Bedingungen mit einer geeigneten Referenz verglichen.
Kann ein einziger Aufbau jede Ladestation abdecken?
Die erforderlichen Schnittstellen, der Spannungs- und Strombereich, die Dauerlastfähigkeit und die Messunsicherheit der Referenz bestimmen die Konfiguration. Teilen Sie uns die Stationsdaten und erforderlichen Prüfpunkte mit, damit wir das System auf die Messkampagne abstimmen können.
Planen Sie Ihr EVSE-Kalibriersystem.
Nennen Sie uns die Ladeschnittstelle und den erforderlichen Messbereich.