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Mobiles Calimera-Kalibrierlabor an einer Ladestation

EVSE-Kalibrierung und Eichrecht

Eichrecht an Ladesäulen: vor Ort nachweisen, dass die abgerechnete Energie stimmt.

Für das Eichrecht an Ladesäulen zählt die abgerechnete Energie: Easy Chester Calimera vergleicht den Energiemesswert der Ladestation vor Ort unter realer Last mit einer kalibrierten Referenz und dokumentiert die Abweichung – statt eines voll ausgestatteten Labors an der Ladeeinrichtung.1

PTB-zertifiziert. Das tschechische Metrologie-Institut kalibriert Ladestationen mit Calimera aus dem eigenen Servicefahrzeug.

Geregelte LastWiederholbare Betriebspunkte
ReferenzmessungRückführbarer Energievergleich
comframe-SoftwareMessung und Berichterstellung
EVSE-KalibrierungNationale und internationale Prüfverfahren

Das Wichtigste in 30 Sekunden

Wofür
Betreiber, Kalibrierlabore und Hersteller, die vor Ort nachweisen müssen, dass Ladestationen die abgegebene Energie richtig abrechnen.
Was es kann
Calimera vergleicht den Messwert der Station unter realer Last mit einer kalibrierten Referenz – etwa 150 V × 500 A = 75 kW – in 400-V- und 800-V-Bereichen.
Wofür nicht
Inbetriebnahme von Ladefunktion und Sicherheit – dafür gibt es die Inbetriebnahme- und Serviceprüfung.

Ein Energiemesswert, der unbemerkt abweicht, gefährdet jede Abrechnung dieses Ladepunkts.

Ihr Weg zur mobilen EVSE-Kalibrierung

Den mobilen Messaufbau für die EVSE-Kalibrierung planen.

Die Messaufgabe, das zertifizierte Calimera-System und ein veröffentlichter Praxiseinsatz. Danach werden Referenzkette und Anforderungen des Zielmarkts abgestimmt.

1 · Passendes SystemEasy Chester CalimeraEin mobiler Aufbau mit Ladekommunikation, Referenzmessung und geregelter Last kalibriert AC-/DC-Ladestationen.Calimera ansehen →
2 · PraxisbelegCMI bringt die Kalibrierung zur LadestationWie CMI Calimera für die mobile Kalibrierung einsetzt. Die Produktseite erläutert die zugehörigen Zertifizierungsdetails separat.Praxisfall lesen →
3 · Nächster SchrittKalibrieranforderungen abstimmenZuerst stehen Messaufgabe, Referenzkette, Ladeleistung, Zielmarkt und benötigte Dokumentation fest.Anforderungen besprechen →

Energiemessung am Ladepunkt

Messen Sie die Energie, die Ihr Kunde erhält.

Der Energiemesswert der Station wird an definierten Betriebspunkten mit einer rückführbaren Referenz verglichen. Der Bericht dokumentiert Abweichung und Messbedingungen – so bewerten Sie die Genauigkeit der Energiemessung getrennt von der Ladefunktion.

Kontrollierte Betriebspunkte

Spannung, Strom und Haltezeit sind so festgelegt, dass sich dieselbe Messung nach einer Justierung, Reparatur oder Softwareänderung wiederholen lässt.

Der installierte Ladepfad

Gemessen wird am Ladeanschluss, bei realem Energiefluss. So werden der Kabelpfad und die während des Ladevorgangs auftretenden Einflüsse einbezogen.

Vergleichbare Ergebnisse

Stations- und Referenzwerte werden gemeinsam aufgezeichnet – Stationen und wiederholte Prüfungen lassen sich innerhalb der dokumentierten Messkampagne vergleichen.

Mitarbeiter bei der Arbeit mit Messgeräten im comemso-Kalibrierlabor.
Einblick in das comemso-Kalibrierlabor: Arbeit mit Mess- und Referenzgeräten. Die EVSE-Kalibrierung an einer installierten Ladestation ist eine separate Anwendung.

Spannung, Strom und Prüfdauer

Decken Sie die entscheidenden Kombinationen aus Spannung und Strom ab.

Geprüft wird in den relevanten Ladebereichen für 400 V und 800 V sowie an den Grenzen des Betriebsbereichs der Station. Die Kalibrierlast passt zu jedem erforderlichen Spannungs- und Strompunkt sowie zur Leistung.

BeispielbetriebspunktWas er zeigt
150 V × 500 A = 75 kWEin anspruchsvoller Hochstrompunkt bei niedriger Spannung. Die Last muss den Strom erreichen, obwohl die Gesamtleistung unter ihrer angegebenen Maximalleistung liegt.
1.000 V × 10 A = 10 kWEin Hochspannungspunkt bei niedrigem Strom. Hier sind eine stabile Regelung und ein geeigneter Referenzmessbereich entscheidend.

Sie planen die Messkampagne für den unterstützten Bereich der Station und das anwendbare Verfahren.

Vorbereitung, Messung und Bericht

Die Messkampagne vorbereiten, vor Ort messen und das Ergebnis dokumentieren.

  1. Messkampagne vorbereiten. Legen Sie in comframe Betriebspunkte, Haltezeiten und die für den Bericht benötigten Angaben fest.
  2. An der Station anschließen. Stellen Sie die Ladekommunikation her und schließen Sie Referenzmessung und geregelte Last an.
  3. Durchführen und auswerten. Verfolgen Sie während der Messung Spannung und Strom und vergleichen Sie den Energiewert der Station mit der Referenz.
  4. Ergebnis sichern. Speichern Sie Messwerte und Kampagnendaten und bereiten Sie den Messbericht für die Prüfung vor.
Darstellung eines Kalibrierablaufs von der laufenden Messung bis zum strukturierten Bericht
Beispielhafter Kalibrierablauf: Prüfpunkte vorbereiten, Referenz- und EVSE-Werte vergleichen und das Ergebnis sichern. Beispieloberfläche und Beispielbericht, kein tatsächlicher Kalibrierschein.

Kalibrierung mit geregelter realer Last

Stations- und Referenzwerte während eines realen Ladevorgangs vergleichen.

Mit der geregelten Last von Easy Chester Calimera erfassen Referenz und Stationszähler denselben Energiefluss an der installierten Station, einschließlich des gewählten Betriebspunkts und Messpfads.

Laststabilität, Ladekommunikation und thermisches Verhalten gehören zu den Messbedingungen. Spannung, Strom, Dauer und Synchronisierung richten sich nach dem anwendbaren Überprüfungsverfahren.

Kompakte Aufbauten am Zählerstromkreis prüfen einen engeren Ausschnitt: Das Anregen ausgewählter Bedingungen bildet die vollständige Station unter Ladelast nicht nach. Die gewählte Methode muss deshalb zum erforderlichen EVSE-Prüfumfang passen.

Kalibrierung mit realer Last und Grenzen des Messumfangs verstehen

Anforderungen und Produktfunktionen

EVSE-Kalibrierung: OIML G 22, NIST HB 44 und deutsches Eichrecht

ReferenzBehandelter UmfangWie Calimera die Arbeit unterstützt
VDE-AR-E 2418-3-100Messsysteme für das AC- und DC-Laden im deutschen gesetzlichen Messwesen.Kontrollierter Energievergleich und dokumentierte Messkampagnen.
OIML G 22:2022Internationale Leitlinie für messtechnische Anforderungen und Prüfungen an Ladestationen.Wiederholbare Last und Referenzmessung für die gewählten Prüfpunkte.
NIST Handbook 44, § 3.40 (2026)EVSE-Prüfverfahren mit getrennten Methoden für die DC-Bauartbewertung und die Überprüfung im Feld.Konfigurierbare Ladebedingungen und aufgezeichnete Stations- und Referenzwerte.
GM-P 6.8 Elektromobilität (20. Februar 2026)Deutsche Verfahren für die Eichung und Befundprüfung von EVSE-Messsystemen.Reproduzierbare Prüfbedingungen und dokumentierte Referenzvergleiche für das anwendbare Verfahren und die gewählte Konfiguration.

Eine Kalibrierung liefert ein Messergebnis. Die formale Eichung folgt dem anwendbaren nationalen Verfahren und den erforderlichen Befugnissen.

Easy Chester Calimera

Installierte Ladestationen vor Ort kalibrieren.

Easy Chester Calimera bringt Ladekommunikation, Referenzmessung, geregelte Last und comframe in einem mobilen Aufbau zur installierten Ladestation.

comemso-Grafik für Easy Chester Calimera mit PTB-Logo und ergänztem certified-ZusatzEasy Chester Calimera. PTB-zertifiziertZertifizierungsdetails ansehen

Die Calimera-Konfiguration richtet sich nach Lastleistung, Referenzmessbereich und benötigten Betriebspunkten. Die Konfigurationstabelle auf der Produktseite trennt benannte Katalogvarianten von den Angaben für CONTINUOUS- und Boost-Modus. Spannung, Strom, Haltezeit und Kühlung passen zum Messverfahren.

Unsere Kalibriererfahrung stammt auch aus dem Labor der comemso eMobility Services GmbH. Dessen veröffentlichte Akkreditierungsunterlagen nach ISO/IEC 17025 beschreiben den akkreditierten Umfang. Laborakkreditierung ansehen.

Easy Chester Calimera erkunden
Calimera-Fahrzeug mit mobiler Kalibrierausrüstung an einer installierten Ladestation
Calimera im Feldeinsatz, aufgenommen für das Webinar.

Eichrecht für Ladestationen: was geprüft und dokumentiert werden muss

Wenn Energie an Ladestationen als Grundlage einer geschäftlichen Abrechnung gemessen wird, klären Sie zunächst die für das Messsystem geltenden Anforderungen des Mess- und Eichrechts. Eine EVSE-Kalibrierung ermittelt die Abweichung zwischen Stationsanzeige und Referenz. Sie ersetzt weder eine erforderliche Konformitätsbewertung noch die formale Eichung. Zuständigkeit, zulässiges Prüfverfahren und freigegebene Konfiguration müssen vor dem Einsatz feststehen.

Erfassen Sie Stationskennung, Zählerkennung, Softwarestand, Ladeanschluss und den für die Abrechnung verwendeten Messwert. Betriebspunkte, Haltezeiten und Umgebungsbedingungen folgen dem anwendbaren Verfahren. Verglichen wird die Energie derselben Ladeperiode, mit festgelegter Messgrenze: Ladestationen, Kabel und Referenz müssen im Prüfplan eindeutig zugeordnet sein. Der Bericht dokumentiert Messwerte, Abweichung und Unsicherheit, bevor Sie das Ergebnis gegen die passenden Kriterien bewerten.

Easy Chester Calimera unterstützt die Prüfung von AC- und DC-Ladestationen mit geregelter realer Last und Referenzmessung. Als Ladestationstester verbindet der Aufbau Ladeablauf und Energiemessung. Für Nachweise im Kontext von Eichrecht benötigt der Betreiber zusätzlich die vorgeschriebenen Dokumente, Freigaben und Befugnisse. Auch bei mehreren Ladestationen bleibt jedes Ergebnis seinem Anschluss, Zähler und Prüfzustand zugeordnet.

ISO/IEC 17025: Referenzkette und Laborverfahren festlegen

ISO/IEC 17025 beschreibt Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien. Für die EVSE-Kalibrierung legen Sie die kalibrierte Referenz, deren Gültigkeit und Messunsicherheit sowie das dokumentierte Verfahren fest. Das Messgerät allein macht einen gesamten mobilen Aufbau nicht zu einem akkreditierten Labor. Maßgeblich ist der tatsächliche Akkreditierungsumfang des ausführenden Labors.

Im Verfahren nach ISO/IEC 17025 gehören Aufbau, Messgrenze, stabiler Betriebszustand und Datenerfassung zusammen. Wenn mehrere Ladestationen an einem Standort geprüft werden, übernehmen Sie deren Kennungen nicht ungeprüft aus dem letzten Auftrag. Bewahren Sie Referenzwerte und Stationswerte mit derselben Ladeperiode auf. Eine Nachmessung nach einer Änderung muss den neuen Zustand erkennen lassen.

MessEG § 31 · ISO/IEC 17025

Easy Chester Calimera

Fragen aus der Praxis

Praxisfragen zur EVSE-Kalibrierung

Warum eine geregelte Last statt eines Fahrzeugs verwenden?

Eine geregelte Last macht Spannungs- und Strombetriebspunkte innerhalb des konfigurierten Prüfbereichs reproduzierbar. Ein normales Elektrofahrzeug bestimmt seinen Ladebedarf anhand von Batteriezustand, Temperatur und Ladekurve. Mit Fahrzeug und Adapter lassen sich daher nicht alle für eine vollständige metrologische Prüfung erforderlichen Punkte frei wählen und zuverlässig wiederholen.

Die PTB-Präsentation erläutert diese Einschränkung und stellt fest: „Benötigen ein voll-ausgestattetes Labor an der Ladeeinrichtung“.

Die zulässige Methode hängt von der Aufgabe ab: Kalibrierung, Eichung und Befundprüfung verfolgen unterschiedliche Zwecke. GM-P 6.8 sieht den verfahrensspezifischen Fahrzeugeinsatz für eine Befundprüfung vor; dies ist kein allgemeines Verbot fahrzeugbasierter Prüfungen. Das geltende Verfahren bestimmt die erforderlichen Prüfpunkte und etwaige zulässige Ausnahmen.

Belegt ein erfolgreicher Ladevorgang die Genauigkeit der Energiemessung?

Nein. Ladefunktion und Genauigkeit der Energiemessung beantworten unterschiedliche Fragen. Bei der Kalibrierung wird die erfasste Energie unter bekannten Bedingungen mit einer geeigneten Referenz verglichen.

Kann ein einziger Aufbau jede Ladestation abdecken?

Stimmen Sie erforderliche Schnittstellen, Spannungs- und Strombereich, Dauerlastfähigkeit und Messunsicherheit der Referenz auf die Station ab. Teilen Sie uns die Stationsdaten und benötigten Prüfpunkte mit, damit wir die Konfiguration für die Messkampagne auswählen können.

Ist eine EVSE-Kalibrierung dasselbe wie eine Eichung?

Nein. Die Kalibrierung bestimmt die Messabweichung mit einer rückführbaren Referenz. Stimmen Sie vor dem Einsatz an Ladestationen ab, welches Ergebnis und welcher Nachweis tatsächlich benötigt werden.

Wie plane ich die Referenzmessung nach ISO/IEC 17025?

Wählen Sie eine gültig kalibrierte Referenz für den erforderlichen AC-/DC-Bereich. Legen Sie Messgrenze, Unsicherheitsbeiträge, Betriebspunkte, Datenerfassung und Bewertungsverfahren fest. Prüfen Sie bei einem akkreditierten Auftrag den passenden Laborumfang. Dokumentieren Sie die Energie derselben Ladeperiode sowie Stations- und Referenzkennung.

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Praxisbeispiele und Fachwissen

Kundenprojekte, Erfolgsgeschichten und Fachartikel zu diesem Thema.

Das EVSE-Messverfahren planen.

Zuerst stehen Messaufgabe, anzuwendendes Verfahren, Referenzmessgerät und Betriebspunkte fest. Daraus folgen die Kalibriersystem-Konfiguration, eine wiederholbare Energieübertragung und die benötigten Aufzeichnungen.

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¹ Umfang

Messbereiche, AC/DC-Schnittstellen und Kalibrierablauf hängen von der Calimera-Konfiguration ab. Das PTB-Zertifikat legt den zertifizierten Umfang fest. Calimera unterstützt das in Ihrem Land geltende eichrechtliche Verfahren, ersetzt es aber nicht. Das Angebot bestätigt den Umfang für Ihre Ladestationen.