PRÜFTECHNIK. WISSEN
Welche Prüfungen braucht eine EVSE-End-of-Line-Station?
Eine End-of-Line-Station benötigt einen definierten Fertigungsabnahmeplan für die fertige Ladeeinheit. Die anwendbaren elektrischen, funktionalen und Kommunikationsprüfungen auswählen, Ergebnisse der Geräteidentität zuordnen und den Umgang mit fehlgeschlagenen oder unvollständigen Prüfungen festlegen.
Prüfbereich und Nachweise
| Prüfbereich | Was festzulegen oder aufzuzeichnen ist |
|---|---|
| Identität | Seriennummer, Hardware und Firmware. |
| Abnahmeplan | Erforderliche Methoden und Grenzwerte je Variante. |
| Automatisierung | Vorrichtung, Schnittstellen und Fertigungsintegration. |
| Rückverfolgbarkeit | Vollständiger Ergebnisdatensatz und Nacharbeitsentscheidung. |
Eine Fertigungsprüfung sollte die hergestellte Einheit mit ihren konfigurierten Prüfungen und Rohdaten verknüpfen. Den Umfang der Routineprüfung aus dem freigegebenen Produkt- und Fertigungsplan ableiten. Anschließend bestätigen, dass die Station die vorgesehenen Fehler erkennen kann.
Ein wiederholbarer Prüfablauf
- Die Einheit dem Prüfablauf zuordnen. Seriennummer, Variante und Firmware auslesen. Den freigegebenen Prüfablauf laden und bestätigen, dass Vorrichtung, Schnittstelle und Gerätekonfiguration zur Variante passen.
- Die Station vor der Schicht prüfen. Die freigegebene Stationsprüfung mit einer Referenz oder einem kontrollierten Prüfmittel ausführen. Messstatus, Verriegelungen und Behandlung erwarteter Fehler bestätigen.
- Die festgelegte Sequenz ausführen. Freigegebene Routine-Sicherheitsprüfungen und konfigurierte Lade-, Signal- und Kommunikationsprüfungen in der vorgeschriebenen Reihenfolge durchführen. Messwerte, Grenzwerte und Einzelergebnisse erfassen.
- Den Fehlerweg anwenden. Bei einer fehlgeschlagenen Pflichtprüfung die Freigabe stoppen. Fehler, Nacharbeitskennung und Wiederholungsregel dokumentieren. Den ursprünglichen Fehler zusammen mit der Wiederholungsprüfung aufbewahren.
- Speichern und freigeben. Version des Prüfablaufs, Messgerätestatus, Rohdaten und Gesamtbewertung mit der Seriennummer speichern. Die Einheit erst freigeben, wenn der Pflichtdatensatz vollständig ist.
Nachweise für die Abnahme festlegen
| Prüfkriterium | Nachweis für die Bewertung |
|---|---|
| Richtige Variante | Angeschlossene Einheit, Schnittstelle und Prüfablauf stimmen vor der Ausführung überein. |
| Fehlererkennung | Freigegebene Prüfmittel mit bekannten Fehlern oder kontrollierte Stationsprüfungen belegen die Erkennung der vorgesehenen Fehler. |
| Rückverfolgbarkeit | Jede Bewertung ist mit Seriennummer, Prüffall, Grenzwertquelle, Prüfablauf und Messergebnis verknüpft. |
| Integrität der Wiederholungsprüfung | Fehlgeschlagene Durchläufe, autorisierte Nacharbeit und die abschließende Wiederholungsprüfung bleiben im Datensatz erhalten, statt die Historie zu überschreiben. |
Fehlerbeispiele und Diagnoseprüfungen
Falscher Prüfablauf liefert ein bestandenes Ergebnis
Variantenidentifikation und Sperrung des Prüfablaufs prüfen. Bestätigen, dass inkompatible Konfigurationen nicht freigegeben werden können.
Sporadischer Kontaktfehler
Zustand der Vorrichtungskontakte und Anschlussprüfung prüfen, bevor die hergestellte Einheit bewertet wird.
Einheit fehlerfrei, Ergebnisübertragung fehlt
Die Stationsreaktion bei nicht verfügbarem Speicher oder ausgefallener Fertigungsintegration festlegen. Für einen unvollständigen Pflichtdatensatz muss ein kontrollierter Freigabeweg gelten.
Praxistipp. Mit einer nachweislich fehlerfreien Einheit die Wiederholbarkeit überwachen und mit einem kontrollierten Prüfmittel mit bekanntem Fehler die Erkennung prüfen. Eine bestandene Prüfung der fehlerfreien Einheit allein belegt keine Fehlererkennung.
Fragen zu diesem Prüfumfang
Ersetzt EOL die Entwicklungsvalidierung?
Die Entwicklung bewertet das Verhalten des Designs über den erforderlichen Betriebsbereich. EOL führt ausgewählte Routineprüfungen an jeder hergestellten Einheit aus.
Sollte ein Fehlerergebnis nach der Nacharbeit überschrieben werden?
Ursprünglichen Fehler, Nacharbeitsdatensatz und Wiederholungsergebnis mit der Seriennummer verknüpft aufbewahren. Das unterstützt die Untersuchung wiederkehrender Fehler.
Wie wird die Taktzeit festgelegt?
Den freigegebenen Ablauf und erforderliche Einschwingzeiten mit dem Fertigungsprozess validieren. Die Sequenz optimieren und dabei die notwendige Fehlererkennung und Nachweise erhalten.
Quellen und weiterführende Informationen
Fachlicher Inhalt: comemso. Aktualisiert am .